Journalismus im Internet
12. Oktober 2010 # 17:06 # Journalismus # Keine Kommentare
Das Internet ist immer weiter auf dem Vormarsch. Gerade die den Markt flutenden, internetfähigen Handys machen das Internet als Informationsmedium gefragt und interessant. Umso wichtiger ist es für führende Zeitungen und Magazine, als auch für freie Autoren, diesen Mark zu nutzen.
Online-Journalismus
Der Online-Journalismus verbindet den klassischen Journalismus mit online-typischen Möglichkeiten, der Interaktion, Kommunikation und Beteiligung. Reine journalistische Online-Portale gibt es etwa seit Mitte der 90er Jahre. Bedeutend für den Online-Journalismus sind zum Beispiel die sogenannten „Teaser.“ Sie dienen wie „Anreißer“ auf der Startseite, sind also praktisch wie Schlagzeilen. Werden sie angeklickt, folgt auf einer anderen Website der ausführliche Beitrag. Diese Teaser dienen dem anlocken von Lesern und der kurzen Orientierung und Information über den Inhalt des Artikels.
Teaser
Teaser unterscheiden sich nach ihrer Länge. Ist auf der Einstiegsseite nur ein kurzer Satz zum Artikel, der zum Weiterlesen und Verfolgen anregen soll, ist dies ein Teaser. Erreicht der Textteil auf der Einstiegsseite die Länge einer Einleitung und Zusammenfassung, bezeichnet man das als Lead. Da viele Nachrichtenseiten den ersten Satz als Teaser und Überschrift verwenden, setzt dies einen nach journalistischen Prinzipien verfassten Beitrag voraus, denn in diesem Fall muss der erste Satz die Kernaussage direkt enthalten. Um diese Aufgabe zu erfüllen, nutzt man die „W-Fragen.“ Wer tut was, wann, wo, wie und warum und woher stammen die Informationen? Teaser werden neben ihrer Länge und Größe auch in ihrer inhaltlichen Funktion unterschieden. Es gibt zusammenfassende Teaser, die den plakativen Leader Ersten und den Aussagekern des Beitrags wiedergeben. Auch beliebt sind Teaser in Frageform, welcher die Antwort dann im nachfolgenden Artikel bearbeitet. Neben diesen beiden Formen verwendet man auch den Ankündigungs-Teaser, der das Thema anreißt, ohne zu viel zu verraten.
SEO
Für Onlinejournalisten werden auch immer mehr Leistungen wie das SEO-optimierte schreiben vorausgesetzt. SEO steht für Search Engine Optimization und bedeutet so viel wie Suchmaschinenoptimierung. Dies dient dazu, dass die Webseiten der journalistischen Onlineportale im Suchmaschinenranking auf höheren Plätzen erscheinen und damit durch mehr Leser erreicht und gefunden werden. Es ist ein wichtiger Bestandteil des Suchmaschinenmarketing. Für Journalisten bedeutet das: Den Text mit den richtigen Suchbegriffen, sogenannten Keyword, füllen und diese üblicher als häufig verwenden. Das wiederum erfordert sprachliches Feingefühl, denn der Leser soll sich nicht durch den übermäßigen Keyword gebrauch gestört fühlen, sondern ihm im Idealfall nicht einmal bemerken.
Der Onlinejournalismus bietet aber auch Berufseinsteigern, Journalisten in Arbeitslosigkeit und Studierenden neue und gute Möglichkeiten, wieder in die journalistische Arbeit zu finden. Durch das enorme Wachstum von informativen Onlineportalen werden immer mehr Onlinejournalisten, aber auch Neulinge oder Berufsinteressierte gesucht. Spezielle Studiengänge für den Onlinejournalismus gibt es erst seit wenigen Jahren. Meist beträgt die Studienzeit acht Semester.
Onlineseiten als zweites Standbein
Als Medium der Zukunft ist das Internet auch für Journalisten, Verleger und Informationsportale interessant. Viele Tageszeitungen und Magazine haben die Onlineseiten als zweites Standbein etabliert. Eine fehlende Onlineseite ist in der heutigen Medienwelt ein Ausschlusskriterium. Kritik am Onlinejournalismus ist, dass mittlerweile zu viele Amateure und nicht qualifizierte Autoren das Internet mit ungefilterten Informationen füllen, die beim Leser zu Verwirrung führen. Befürchtet wird auch das Aussterben von Informationen auf Papier in Form von Zeitungen oder Magazinen, die eigentlich auch traditionellen Wert haben.
Foto: Marcel Mooij-Fotolia
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