Journalismus
30. Oktober 2010 # 17:40 # Journalismus # Keine Kommentare
Als Journalismus wird die publizistische Arbeit der Presse bezeichnet. Der Journalismus trägt dabei maßgeblich zur gesellschaftlichen Meinungsbildung bei und wird deshalb auch als vierte Staatsgewalt bezeichnet. Durch die gesellschaftlichen und zeitlichen Veränderungen veränderte sich im Laufe der Geschichte auch der Journalismus immer wieder, setzte neue Trends, beschritt neue Generationen und bewältigte moderne Probleme und Herausforderung. Der Journalismus ist stets in Bewegung.
Tätigkeitsfelder
Journalisten haben viele Tätigkeitsfelder zu bestreiten. Das Recherchieren und Dokumentieren, Formulieren und Redigieren, das Präsentieren, Organisieren und Planen sind Aufgaben, die ein Autor zu bewältigen hat. Ein Studium dauert rund drei Jahre inklusive Volontariat. Der Journalist ist hauptberuflich an der Verbreitung und Veröffentlichung von Informationen und Meinungen durch die Massenmedien beteiligt. Seine Berufsbezeichnung ist geschützt. Heute dienen die unterschiedlichsten Medien als Grundlage für den Journalismus. Heutzutage wird über die Printmedien, das Internet, das Fernseh und die Radiostationen Journalismus betrieben und erstreckt sich so über eine enorme Bandbreite an Quellen zum Ohr der Gesellschaft.
Die Entwicklung der Tageszeitung
Schon seit mehr als 2000 Jahren existiert eine Form des Journalismus. Die erste „Tageszeitung“ war beispielsweise das römische Informationsblatt Acta Diura im Römischen Reich, rund 1. Jahrhundert v. Chr. In der Mitte des 19. Jahrhunderts fanden die Massenmedien ihren Weg in die Gesellschaft. Den Beginn machte diese Bewegung in den USA. Ein Grund zu diesem Fortschritt war vor allem die verbesserte Bildungslage, sodass mehr Menschen Lesen und Schreiben lernten und Kunden der hergestellten Zeitungen wurden. In dieser Zeit entwickelte sich auch die Werbung in dem Medium Zeitung und trug zu dem Erfolg mit bei. Von nun an setzte sich der Journalismus als meinungsbildendes und Macht habendes Medium in der Gesellschaft durch. Politiker und Wirtschaftsbosse erkannten schnell das darin liegende Potenzial und versuchten es für die eigenen Zwecke zu nutzen. Bis heute kennen wir diese Versuche im Journalismus. Häufig geben gerade sie Anlass zu Kritik.
Journalismus heute
Der Journalismus dient mittlerweile nicht mehr nur der reinen Information, sondern auch der Unterhaltung, dem Klatsch und Tratsch. Illustrationen, Karikaturen und Comics gehören nun ebenso dazu wie Werbung und Kleinanzeigen. Die Nachfrage geht mittlerweile nach weniger politischen Themen, hin zu menschlichen Schicksalen, Katastrophen und Kriminalität. Heute entdeckt der Journalismus seine Möglichkeiten im Internet. Die Präsenz in diesem Medium ist für die Tageszeitungen des Landes Pflicht, um erfolgreich zu bleiben und die Erwartungen und Ansprüche der Leser zu erfüllen. Der Nachteil an der Internetpräsenz der Journalisten ist, dass mittlerweile Akteure und Amateure nicht klar abgrenzbar von seriösen Reportern ist. Die Angebotsvielfalt im Internet sorgt für zusätzliche Verwirrung. Die Informationen sind häufig unsortiert und werden nicht gefiltert. Mit der Textoptimierung für das Internet mit der Ausrichtung auf Suchwörtern und Ähnlichem haben die Journalisten sich auch an eine neue Schreibart aneignen müssen. Der professionelle Journalismus ist währenddessen auf dem absteigenden Ast. Immer weniger Zeit und Geld kann in die Ausarbeitung von Artikeln gelegt werden. Schlechte Recherche und kleine Journalistenteams sind die Folge. Gerade in der Klatschpresse nehmen Falschmeldungen und erfundene Geschichten oder Halbwahrheiten zu. Der journalistische Beruf und der Journalismus haben nach wie vor einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft und tragen neben der Meinungs- und Stimmungsbildung auch maßgeblich zur Allgemeinbildung bei. Aus unserem Alltag ist er daher nicht mehr wegzudenken.
Foto: matttilda-Fotolia
Abonniere RSS
Kommentar RSS






