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Die Pressefreiheit

Die Pressefreiheit ist in Deutschland selbstverständlich. Nicht nur die Boulevard-Blätter schreiben oft was sie wollen – auch Fernsehsender, Radiostationen und die Tageszeitungen wahren Ihr Recht auf freie Meinungsäußerung. Selbst Blogger- und Hobby-Journalisten müssen kaum ein Blatt vor den Mund nehmen. Wer sich jedoch die Bedeutung der Pressefreiheit veranschaulichen möchte, muss einen Blick in die Länder werfen, in denen es keine Pressefreiheit gibt.

Presse als rechte Hand der Regierung

Ein wahrer Luxus ist für andere die Pressefreiheit, wenn wir uns Länder betrachten, in denen die öffentliche Kommunikation vom Staat eingeschränkt wird. Hier dürfen Radio, Fernsehen und Zeitung nicht einfach publizieren, was sie möchten. Alle Veröffentlichungen werden durch zentrale Organe gesteuert. Wer dagegen verstößt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Damit zusammenhängend fungiert die Presse als Informationsquelle für Geschehnisse im nahen und im erweiterten Umfeld. Ist die Kommunikation eingeschränkt, erfahren die Menschen nicht von möglichen Problemen oder Gefahren, die eine Obrigkeit vor ihnen versteckt hält. Dies kann sich dabei auf vielfältige Themen, wie Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft beziehen.

Ohne Pressefreiheit ist auch die Bildung eingeschränkt

Auch zwischen der Pressefreiheit und dem Bildungsstand der Bevölkerung gibt es Zusammenhänge. Je offener die Kommunikation und die Möglichkeit zur eigenen Beteiligung daran sind, desto größer sind auch die Bildungschancen. Wer die Rede- und Meinungsfreiheit einschränkt, behindert damit auch die mündige Entwicklung der Bürgerinnen und Bürger. Wenn das Denken nur eine Richtung zulässt, ist meistens auch in Sachen Bildung Einbahnstraße. Was dann mit Toner auf Papier gedruckt wird, heißt vielleicht Zeitung, hat mit Presse aber nur wenig gemein.

Foto: Adam Borkowski – Fotolia

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